Unter Handel versteht man das Anbieten von Waren gegen Zahlungsmittel (Geld) oder andere Waren (Tauschhandel).
Handel beschränkt sich auf den Ankauf, Transport und Verkauf von Gütern (Waren, Kapital oder Wissen), ohne dass diese wesentlich verändert oder weiterverarbeitet werden. Gehandelt werden meist knappe Güter; diese Knappheit kann darin begründet sein, dass ein natürlicher Rohstoff nur in manchen Regionen vorkommt, oder darin, dass bestimmte Güter nur von manchen Menschen in einem arbeitsteiligen Geflecht hergestellt werden. Je stärker sich eine Gesellschaft differenziert, desto größer ist die Notwendigkeit, dass die beteiligten Spezialisten ihre Produkte untereinander austauschen.
Handel im engeren Sinn existiert nur dort, wo ein Dritter (der Händler) am Transfer der Waren beteiligt ist und aus diesem Austausch Einkommen bezieht. Häufig, besonders historisch, tritt diese Aktivität in Kombination mit produzierenden Tätigkeiten auf; mit der Differenzierung von Gesellschaften kommt es jedoch zunehmend zur arbeitsteiligen Spezialisierung von Menschen auf bestimmte Tätigkeiten und damit zur Herausbildung des reinen Händlers in Abgrenzung zum Produzenten.
Ethnologisch betrachtet ist die Grenze zwischen Handel und dem Austausch von „Geschenken“ fließend. Juristisch gesehen werden unter heutigen Handelspartnern Verträge geschlossen. Zwischen den am Handel beteiligten Partnern besteht eine Handelsbeziehung. Es kann zwischen regionalem Handel und Fernhandel unterschieden werden.
Marketing (engl. marketing: auf den Markt bringen, Vermarktung) bezeichnet in der Wirtschaft alle Versuche, die Bedürfnisse potenzieller Kunden sowie anderer Anspruchsgruppen in die Entscheidungen einer Organisation einzubeziehen, um dadurch die gesetzten Ziele (wie z. B. das Überleben am Markt oder das Erzielen komparativer Wettbewerbsvorteile) besser zu erreichen. Diese allgemeine, auf Philip Kotler zurückgehende Definition, beschreibt somit eine Geisteshaltung oder Führungsphilosophie.
Daneben werden unter Marketing auch all die dem Absatzbereich im engeren Sinne zuzuordnenden Tätigkeiten - namentlich die Planung, Koordination und Kontrolle aller auf gegenwärtige und zukünftige Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten verstanden. Damit ist Marketing als eine zentrale betriebswirtschaftliche Funktion definiert. Als zentrales Steuerelement wird hierbei gewöhnlich der Marketing-Mix angesehen.
Beide Definitionen ergänzen einander. So nennt etwa Heribert Meffert das Nebeneinander von Marketing als Geisteshaltung beziehungsweise als Funktion "duales Führungskonzept" .
Fachleute, die in Organisationen Marketingfunktionen übernehmen, werden in Anlehnung an den US-amerikanischen Sprachgebrauch als Marketeers bezeichnet.
Je nach Sichtweise und Breite der Definition sind die Begriffe Kommunikation und PR oft synonym zu Marketing. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht haben diese allerdings einen festen Platz im Marketing-Mix.
Auch außerhalb der Unternehmenswelt nutzen z. B. Non-Profit-Organisationen ("Non-Profit-Marketing") den Begriff. Oder es geht etwa darum, sich als Person "möglichst gut vermarkten" zu sollen (bei der Job- oder Partnersuche).
Quelle: www.wikipedia.de
Autoren: Trixium, Pit, Martin Aggel, Chd, Zwobot u.a.
Dieser Eintrag unterliegt der
GNU Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). Hier finden Sie die Lizenzbestimmung.