Logistik (auch Warenbewegung) ist die Planung, Steuerung und Kontrolle von Material-, Personen-, Energie-, Finanz- und Informationsflüssen.
Unter Logistik versteht man alle planerischen und ausführenden Maßnahmen sowie Instrumente zur Schaffung eines optimalen Material-, Wert- und Informationsflusses im Rahmen des Leistungserstellungsprozesses. Alle betrieblichen Aufgaben unterliegen dem Prozess der Logistik und immer geht es in erster Linie darum, das Richtige im richtigen Moment zu tun. Es bedeutet ein bewußtes Denken im Soll vor dem Sein, damit wird das kommende Sein vorbereitet.
Historisch hat die Logistik ihren Ursprung im Militärwesen. Sie stellte den Nachschub für die Kämpfer sicher. Ursprünglich als Hauptfunktion der Materialwirtschaft verstanden, wird Logistik heute vor allem als betriebliche Querschnittsfunktion über die Bereiche Beschaffung, betriebliche Leistungserstellung (Produktion im weiteren Sinne) und Absatz betrachtet.
Konkreter wird Logistik daher definiert als integrierte Planung (Logistikplanung), Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses mit den damit verbundenen Informationsflüssen, beginnend beim Lieferanten, durch die (eigenen) betrieblichen Wertschöpfungsstufen (z. B. Produktions- und/oder Distributionsstufen), bis zur Auslieferung der Produkte beim Kunden, inklusive der Abfallentsorgung und des Recyclings.
Pragmatischer wird dies auch durch die Seven Rights (nach E. Grosvenor Plowman ) der Logistik ausgedrückt: Es gilt, das richtige Gut in der richtigen Menge, im richtigen Zustand (in der richtigen Qualität), am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden und zu den richtigen Kosten bereitzustellen. Man untergliedert die Logistik im engeren Sinne daher horizontal auch in die fünf Subsysteme:
1. Beschaffungslogistik (vom Lieferanten ins Eingangslager = Inbound)
2. Produktionslogistik (Material- & Warenwirtschaft, Verwaltung von Halbfabrikaten in Zwischenlagern, z. T. auch Fertigungswirtschaft)
3. Distributionslogistik (Absatzlogistik) (vom Vertriebslager zum Kunden = Outbound)
4. Ersatzteillogistik (Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der verkauften Produkte durch Ersatz- oder Wartungsprodukte)
5. Entsorgungslogistik (Reverselogistik) (Rücknahme von Abfällen, Leergut, Recycling)
Im Rahmen der Distributionslogistik wird auch von Marketinglogistik gesprochen. Die Personallogistik ist hingegen Kernaufgabe der Personalabteilung (Personaleinsatzplanung).
Durch moderne Konzepte wie Efficient Consumer Response, Supply Chain Management, Category Management (CM) und Technologien wie z. B. EDI (Electronic Data Interchange) kann Logistik effizienter gestaltet werden. Beispiele sind JIT-Belieferung und Kanban.
Nach Art der Tätigkeit wird auch zwischen Lagerlogistik (Lagerwesen), Verpackungslogistik und Transportlogistik unterschieden. Häufig taucht in diesem Zusammenhang auch der Begriff Intralogistik auf, der in der Regel die kompletten logistischen Vorgänge an einem Standort übergreifend zusammenfasst und je nach Betrieb eine Kombination aus Produktionslogistik, Lagerlogistik und Verpackungslogistik darstellt.
Quelle: www.wikipedia.de
Autoren: KuK, Media lib, AndreasE, HoHun, Manja u.a.
Dieser Eintrag unterliegt der
GNU Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). Hier finden Sie die Lizenzbestimmung.